WILLKOMMEN

beim Archiv der deutschen Jugendbewegung

Das Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein sammelt und bewahrt Dokumente der deutschen Jugendbewegung sowie von Jugendverbänden und Jugendkulturen seit etwa 1890 bis heute. Viele Aufbruch- und Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts sind mit der Jugendbewegung eng verbunden. Als gemeinsame Einrichtung des Hessischen Staatsarchivs Marburg und der „Stiftung Jugendburg Ludwigstein und Archiv der deutschen Jugendbewegung“ fördert das Archiv die wissenschaftliche Erforschung dieser Themen und beteiligt sich daran mit Tagungen und Veröffentlichungen.

ARCHIVBLICK


Für seine Masterarbeit an der Universität Sorbonne (Paris) hat sich der Historiker Martin Saintemarie die "Artamanen" vorgenommen, einen völkischen Bund der Weimarer Republik, der mit landwirtschaftlichen Arbeitseinsätzen und Siedlungsprojekten auffiel, sich aber zugleich in die Tradition der Jugendbewegung stellte. Ideologisch gab es starke Übereinstimmungen mit dem Nationalsozialismus - eine Mischung, die auch für heutige Rechtsextreme interessant ist. Saintemarie, Jg. 1996, beschäftigt sich schon seit längerem mit der neueren deutschen Geschichte und hat den Quellenbestand im Archiv der deutschen Jugendbewegung gründlich ausgewertet. Letztlich ist er sogar länger geblieben als geplant, natürlich wegen der guten Überlieferung, aber auch weil ihm die ruhige Arbeitsatmosphäre in Archiv und Burg so gut gefällt. Es wird, so hofft Saintemarie, nicht sein letzter Forschungsaufenthalt auf dem Ludwigstein sein.

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Jahresthema 2019

Jugend und Jugendbewegung im Kalten Krieg

Nach 1945 mussten sich Jugendliche unter dem Eindruck des Kalten Krieges neu aufstellen – dabei gingen traditionelle Erfahrungsmuster und demokratische Impulse neue Verbindungen ein. Vom klassischen Blockdenken versuchten sich manche Jugendliche zu lösen: Sie dachten über die Mauer hinweg, versuchten unter schwierigen Bedingungen den Kontakt zu Jugendorganisationen in den osteuropäischen Staaten aufzubauen. Die Jugend jenseits der Mauer, dort wo die jugendkulturellen Offerten staatlicherseits – sprunghaft und schablonenmäßig zugleich – keinen Anklang fanden, imaginierte sich wiederum jugendkulturell über die Grenze hinweg. Die jugendhistorische Archivtagung Ende Oktober 2019 möchte über unterschiedliche Zugriffe die Perspektiven der Cold War Studies aufgreifen und lädt über einen Call for Papers zur Einreichung wissenschaftlicher Beiträge ein.

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MITARBEIT

Geschichtspraktikum im Archiv

Das Archiv der deutschen Jugendbewegung bietet Studierenden der Geschichte und anderer Fächer die Gelegenheit zu qualifizierten Archivpraktika.

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KONTAKT

Archiv der deutschen Jugendbewegung
Burg Ludwigstein
37214 Witzenhausen

+49 5542 5017-20

archiv@burgludwigstein.de

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 8.30 - 11.45 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten.

Eine Verlängerung der Öffnungszeiten bis 16.30 Uhr ist nach Absprache möglich.